BAUTECHNIK
Hier wird aktuell über den Stand der Technik berichtet.

Die Erfahrung aus unserer gutachterlichen Tätigkeit findet hier ihr Forum.

QUALITÄTSCONTROLLING:
zur Vermeidung von Bauschäden bieten wir externen und eigenen Bauherren ein QUALITÄSTSCONTROLLING-VOR-ORT an. Zu ausgewählten Terminen wird die Baustelle im Hinblick auf vorab bezeichnete Leistungen (WU-Betonm, WDVS, o.ä.) begutachtet.
Baustelle Hermes - mit HPP

VERBLENDMAUERWERK gemäss DIN 1053

Im Zuge unseres QUALITÄTSCONTROLLINGS sind immer wieder Mängel bei der Ausführung von Verblendmauerwerk festzustellen.
Anzahl der Anker auch in den Eckbereichen ausreichend?
Gilt die Zulassung der Dübel für Dämmmaterialien > 160mm?
Wurden ausreichend Dehnfugen nach dem Bundesverband der deutschen Ziegelindustrie vorgesehen und richtig geplant?
Desweiteren müssen wir immer wieder Dämmung zwischen den Mauerwerksschalen monieren, welche keine Zulassung für eine Kerndämmung besitzt.



WDVS
Hier einige ausgewählte Hinweise, welche schon im Vorfeld beachtet werden sollten

Estrich- und Putzarbeiten sollen abgeschlossen und abgetrocknet sein
Überstände Dach, Fensterbänke etc. müssen vorhanden sein
Befestigungselemente bestimmt (Montagezylinder)
Brandschutz Landesbauordnungen; Sturzbereiche mit WDVS;
Überstand 30cm, Höhe 20cm
Fugen; Bauwerksfugen bestimmen
Untergrundbeschaffenheit Sauber
Wandbaustoff trocken
Mörtelfugen geschlossen
Unebenheiten ausgeglichen, Mörtelreste entfernen
Wand flucht- und lotrecht
Risse müssen fachgerecht und dauerhaft verschlossen werden
Prüfung bzgl. Algen / Salzausblühungen
Fester Untergrund (Haftzugsfestigkeit)
Gerüstanker Länge ausreichend?
Temperatur > 5 Grad Celsius bei Klebung und Armierung
Schutz vor Schlagregen sicher stellen
Nur Produkte eines zugelassenen Systems verwenden

weitere Hinweise im Rahmen des QUALITÄSCONTROLLINGS





EDELSTAHL

Edelstahl ist nicht gleich Edelstahl. Bei der Ausführung von Edelstahlbauteilen im Aussenbereich ist es sinnvoll den geigneten Werkstoff zu bestimmen. Das Merkblatt 828 der Informationsstelle Edelstahl gibt auf Seite 2 eine hilfreiche Tabelle an die Hand, mit welcher die Werkstoffnummer klassifiziert werden kann.

www. edelstahl-rostfrei.de
download Merkblätter: hier



WÄRMEBRÜCKEN

Im Zuge der Energieeinsparmassnahmen und der hochwertiggedämmten Gebäude wird der Einfluß von Wärmebrücken auf die Gesamtenergiebilanz immer grösser. Die DIN 4108 Beiblatt 2 zeigt Ausführungsvorschriften auf. Soll ein Gebäude energetisch optimiert und möglichst kostengünstig gebaut werden kommt man über eine detailierte Wärmebrückenberechnung im Zuge einer Energieberatung oder eines weiterreichenden Energieausweises nicht herum.
Durch diese Untersuchung können die Wärmebrücken minimiert und eine Schimmelpilzbildung vermieden werden




WU-BETON oder WEISSE WANNE:

>> WU-BETON ist nicht gleich WU-BETON.
Der Name ist eher verwirrend, und gibt den Anschein, daß dieser Beton wasserundurchlässig sei.
"Wasserundurchlässig" bedeutet aber, daß eine ganz bestimmte Wassermenge in einer ganz bestimmten Zeit durch ein Bauteil einer ganz bestimmten Breite diffundiert.

Grundlage der Ausführung bietet die DafStb (Deutscher Ausschuss für Stahlbeton)-Richtlinie "wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton".

DIE PLANUNG, einige Anmerkungen:

Die Planung ist mit allen Beteiligten zu kommunizieren. Vor der Ausschreibung und Kostenschätzung sind wichtige Festlegungen gemeinsam mit den Bauherren zu treffen:

- Beanspruchungsklasse (drückendes oder stauendes Wasser, Bodengutachten)
- Nutzungsklasse: Je nach Nutzung (Wohnen, Büro oder Lager) kann das Bauwerk der Klasse A oder B (Feuchtestellen werden in Kauf genommen) zugeordnet werden.

- wichtig ist die Zugänglichkeit, sodaß zu einem späteren Zeitpunkt weitere Massnahmen möglich sind.

- Der Bauablauf, Beurteilung der Gutachten und Festlegungen der zu verwendenden Materialien sind vorab genau zu planen.

In jedem Bodengutachten mit dem Hinweis auf eine "Weisse Wanne" wird auch ausdrücklich darauf hingewisen, daß von einer hochwertigen Nutzung (Wohnen, Verkauf, Büro) abgesehen werden sollte.

DIE AUSFÜHRUNG, einige Anmerkungen:

Zu beachten sind die Richtlinie bzgl. der Rissbreiten, Bauteildicken und Mindestbewehrungen. Besonderes Augenmerk ist auf die Betonzusammensetzung zu legen.
Oft werden Schütthöhen von >1,o m nicht nach DIN ausgeführt. Immer wieder entstehen so Kiesnester und damit Leckagen, die später nur mit hohem Aufwand wieder geschlossen werden.

Ebenfalls einzuplanen sind Betonierabschnitte und die witterungsbedingte Wahl von Schutznassnahmen.
Wie werden ungewollten Bauteilfugen hergestellt?

Bei der Verwendung von Fugenblechen sollte von der Richtlinie nicht abgewichen werden.

Werden Elementwandbauplatten verwendet, müssen diese im Bereich der Arbeitsfuge mindestens 30mm hoch aufgeständert werden.

FALLS SIE ALLE PUNKTE DER RICHTLINIE BEACHTEN, KÖNNEN SIE DEN PUNKT 12 "INSTANDSETZUNG" GETROST ÜBERLESEN.

Verkauf der Richtlinie durch den Beuth-Verlag GmbH (Stichwort DafStb-Richtlinie)
www.beuth.de




ABDICHTUNG IM BADEZIMMER:

>>Laut DIN 18195 ist in Wohnungsbädern nur dann eine Abdichtung erforderlich, wenn ein Bodenablauf vorhanden ist. Unabhängig davon wird empfohlen eine
Verbundabdichtung einzusetzen, um die Kosten in Grenzen zu halten.

Zum Beispiel beim Einbau einer niveaugleichen Duschtasse sind erhöhte Anforderungen zu beachten. Mit entscheidend für die Wahl der Abdichtung ist die Feuchtempfindlichkeit des Untergrundes und der Randbereiche. Auf die Verwendung von Gips, Holz oder Holzwerkstoffe sollte verzichtet werden.

Verbundabdichtungen
erlauben geringe Aufbauhöhen und zusätzliche Schutzschichten. Die Eignung ist durch ein Prüfzeugniss nachzuweisen. Es werden 4 Beanspruchungsklassen unterschieden, vom WC bis zur gewerblichen Küche. Die Untergründe müssen ausgetrocknet, also 28 Tage nach Estrichlegung, und gegen Feuchtigkeit unempfindlich sein.

Die Ausführungsvorschriften der Hersteller sind einzuhalten und entsprechend sind Dichtungsbänder und zweite Abdichtungslagen einzubauen. Detailpunkte wie Randaufkantungen, Türschwellen, Gefälleausbildung und Einlaufanschlüsse sind skizzenhaft zu planen und zu überwachen.

Hinweise:
ZDB Merkblatt, Hinweise für die Ausführung von Abdichtungen im Verbund mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten für den Innen- und Aussenbereich, Zentralverband des deutschen Baugewerbes, Bonn, August 2000. Leider nicht im download. Nur zu bestellen!

s.a. db-deutsche bauzeitung 4/04




VERBLENDMAUERWERK - FUSSPUNKTABDICHTUNG:

>>Zweischaliges Mauerwerk ist sehr zuverlässig, sofern die Fußabdichtungen richtig detailliert sind. Doch was ist "richtig"? Es hängt stets vom Einzelfall ab, wo der gebrauchstaugliche Mittelweg zwischen zu aufwendigen und zu primitiven Lösungen liegt.<< R. OSWALD in "Schwachstellen", db 9/03

1. Muss der hintere aufgekantete Rand der Bahn in die aufgehende Wand weitergeführt werden? - Die
Z-Abdichtung wird sinnvoll, wenn die Fußpunktabdichtung gleichzeitig eine Querabdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit darstellt. Diese kann auch unterhalb der Geländeoberfläche liegen, wenn eine sickerfähige Schicht anschließt.

2. Muss die Abdichtung in optisch negativer Weise bis zur
Vorderkante der Außenschale geführt werden? - Konsequenter Weise müsste dann ein Blech in die Fuge eingearbeitet werden, um eine Tropfkante auszubilden. Ist mit einer solchen Wasserbelastung zu rechnen, sollte eine andere Konstruktion gewählt werden.

3. Sind
Entwässerungsöffnungen nach DiN sinnvoll? - Bei einer geringen Wasserbelastung (durch die Verwendung von Klinkersteinen) kann auf Entwässerungsöffnungen verzichtet werden, da mit Stauwasser nicht zu rechnen ist, schon gar nicht in 2 Schichten! (Kerndämmung)

4. Muss bei Stürzen das seitliche Ende der Fußpunktabdichtung
aufgekantet werden? - Sie kann entfallen, wenn auch die Wasserbelastung "normal" ist. Die Abdichtung ist dann deutlich über die Laibung zu ziehen und die Ausbildung einer "Rinne" hinter der Schale vermieden werden.




PORENBETON:

Im Wohnungsbau ist er nicht mehr wegzudenken und hat einen Marktanteil von 20% der Wandbaustoffe erreicht.
Der sachgerechte Umgang muß noch erarbeitet werden, wie vermehrte Bauschäden und Gutachtertätigkeiten belegen.
Damit wir nicht als Gutachter eingeschaltet werden müssen hier ein paar Hinweise:

PLANSTEINMAUERWERK: Ungenauigkeiten werden mit Schleifbrett oder Steinhobel behoben.
Auf keinen Fall dürfen kleine Holz- oder Plastikkeile in die Lagerfugen eingeschlagen werden.

DÜNNBETTMÖRTEL: Nur die im Steinpreis enthaltene Sackware verwenden! Immer wieder sieht man die Verwendung von Fliesenkleber o.ä. -Bei extremer Hitze Steine leicht Vornässen.

MÖRTELAUFTRAG: Herausquellender Mörtel ist ein Qualitätsmerkmal. Mörtelnasen sind nach dem Aushärten mit der Kelle abzustossen.-Auf die Vermörtelung der Stoßfugen kann, wenn keine besonderen Anforderungen bestehen, verzichtet werden (DIN 1053-1).

ÜBERBINDEMASS: DIN 1053 fordert eine Überbindung von
0,4h der Steinhöhe!

STUMPFSTOSSTECHNIK: Bei zweiseitig gehaltenen Wänden können diese
stumpf angeschlossen werden. Oftmals werden unnötig viele Anker in Positionsplänen angegeben.- Kellenschnitt im Putz im Eckbereich ist zu empfehlen.

ABDICHTUNG: Die waagrechte Abdichtung kann alternativ aus einer flexiblen Dichtungsschlämme bestehen. DIN 18195 fordert
eine waagrechte Abdichtung - Das Einlegen einer Folie ist ungeeignet, da sich Wände hierauf verschieben können.- Es ist zu empfehlen einen 15cm hohen Dichtschlämmstreifen am Wandfuß auf der inneren Wandoberfläche aufzutragen, um aufsteigendes Wasser während des Rohbaus zu vermeiden.
Vertikale Abdichtuing am besten mit KMB-Beschichtung (s.u.), da ein vorheriges Verputzen nicht erforderlich ist.

INNENAUSBAU: Leichte Trennwände dürfen nicht gestemmt werden.
Nur Fräsen! - Zur Befestigung nur Spezialdübel benutzen. Das Loch ohne Schlagbohrgang mit 0,5mm kleinerem Bohrer herstellen.

ZWEISCHALIGES MAUERWERK: Maueranker dürfen nicht geknickt werden! Das bedeutet, daß nachträglich
eingedübelte Anker unumgänglich werden!

INNENPUTZ: Auf ein Vornässen sollte verzichtet werden. Besser sind Grundierungen. Breite Schlitze und Fensterzwickel mit
Glasgittergewebe überspannen.

FLIESENARBEITEN: Zusätze im Dispersionskleber oder Mörtel nach DIN 18156 ermöglichen den
Verzicht auf eine Grundierung.




FENSTERANSCHLÜSSE:

Gerade im Wohnungsbau ist die Lochfassade immer noch die meistgewählte Fassadenkonstruktion.
Dem Fensteranschluss an den Baukörper ist erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken.
Durch die Luftdichtheitsnorm (2001), die EnEV (2002) und die neue Fenstereinbaurichtlinie des Rosenheimer Instituts für Fenstertechnik ist eine neue Regelwerksituation entstanden.
Es ist daher zu empfehlen den Aufwand einer innenseitigen Abdichtung auszuführen oder abweichende Lösungen ausdrücklich zu vereinbaren.
siehe db, deutsche bauzeitung 07/03, Schwachstellen




FENSTERWÄNDE IM WOHNUNGSBAU
:

>Großflächige Fensteranlagen sind vom Architekten und Ingenieur besonders sorgfältig zu planen und vom Handwerk entsprechend genau auszuführen. Wer meint, bei diesem Bauteil handele es sich nur um die Addition mehrerer handelsüblicher fensterrahmen, riskiert schwere Fehler bei der Abdichtung und der Statik. Wird dann auch noch bei den Anschlüssen der Schwellen und Leibungen gepfuscht, sind nur schwer nachbesserbare Schäden die Folge.<
Fenster in einer solchen Konstruktion sind als Einzelfenster oder horizontale Fensterreihung funktionsfähig, wenn sie von der Fensterbank so unterfahren werden, daß das hinter der Aluminiumebene nach unten absickernde Wasser über der Fensterbank nach außen abgeführt wird.
Je häufiger die Konzeption und Ausführung auch komplizierter Bauteile in Bauträgerprojekten ohne sorgfältige Detailplanung und ohne unabhängige Bauüberwachung dem billigst anbietenden Subunternehmer überlassen wird, umso öfter wird an dieser Stelle über die Ergebnisse einer grundsätzlichen Fehlentwicklung bei der Aufgabenvertielung im Hochbau zu berichten sein.
siehe db, deutsche bauzeitung 05/03, Schwachstellen




DIN 18195 Teil 9
, neu seit September 2002:

Randverwahrung von
Dachabdichtungen

Die DIN wurde endlich an die Praxis angepasst!: Hinter der Wärmedämmung von Wärmedämmverbundsystemen reicht die Fixierung durch die Sockelschiene; bzw, bei lose verlegten Kunststoffbahnen hinter der Wärmedämmung von hinterlüfteten Konstruktionen kann mit einfachen Blechbändern befestigt werden.

Die bisherige Regelung (Klemmschiene 60x6mm, Schraubenø12mm, a=75-150mm) wird zum Sonderfall und die Forderungen geringer:
Klemmschiene 45x5 Sechskantschrauben ø6mm, a= bis 200mm

Die gängige Praxis den Randabschluss mit Aluklemmschienen auszuführen, und damit eine Abdichtung nicht durch Anpressdruck, sondern durch die Dichtungsmasse an der oberen Kante zu erzielen, wird ebenfalls beschrieben. Lediglich der Abstand der Schrauben wird mit 200mm angegeben. Ausführungen über die Schienen und Materialien fehlen.
Der Hinweis, daß die Dichtstofffasen regelmäßig zu warten sind, sollte weiterhin als bedenklich eingestuft werden, falls die Anschlüsse frei bewittert und durch Spritzwasser unmittelbar belastet sind.




Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung kurz
KMB:

Nach DIN 18195, Stand 8/2000 dürfen KMB-Produkte nicht eingesetzt werden:

• für intensivbegrünte Flächen, Parkdecks und Dachterrassen
• für hochbeanspruchte Nassräume, gewerbliche Küchen etc.
• auf nicht ebenen Untergründen
• wenn die Rissbreite 1,0mm übersteigen kann
• wenn ein hoher Dampfdiffussionswert gefordert wird
• bei drückendem Wasser
• bei zeitweise aufstauendem Sickerwasser, wenn die Gründungstiefe größer 3,0m ist und wenn der Abstand zwischen der Unterkante Sohle und dem Bemessungswasserstand kleiner 30cm ist.
• wenn für die Dauer der Austrocknung kein ausreichender Schutz gegen Witterungseinflüsse sichergestellt werden kann.
• wenn die Querschnittsabdichtung nicht kompatibel (bitumenverträglich) mit dem KMB-Produkt ist.
siehe auch www.deutschebauchemie.de/3presse/1infos/pi020114.htm




VERBLENDMAUERWERK:

In Hamburg sehr beliebt. Jedoch wird oft die DIN 1053 T1 nicht richtig angewandt.
Die Verlegung der Z-Folie im Sockelbereich sollte immer so verlegt werden, daß diese erst nach einer Zwischenabnahme abgeschnitten wird. So kann sicher gestellt werden, daß keine aufsteigende Feuchtigkeit auftritt.




DRAINAGE:

Nach DIN 4095 muss die Sohle der Drainage 20 cm unter der OK Fundament angeordnet werden. Natürlich im Kiesbett mit Vlies und Drainplatten vor der Kelleraußenwand.






nach oben
Anordnung Dehnfuge
WDVS - Fugenbreite
25.08.2008
25.02.2005
07.05.2004
geringere Bewegung
größere Bewegung
DIN 1053
nicht unterkellert
01.11.2003
03.03.2002
Wettbewerb Phoenix - für HPP